Ein Rückblick mit Ausblick

Was ist denn bei euch los?

Buddy Carsharing, Trailwerk Wachau, Café Berger, Kaffa & Kommii, Kunstmeile, Bistro Gozzo, DDSG, Ruine Aggstein ... – wer zurzeit in Krems und Umgebung unterwegs ist, könnte den Eindruck bekommen, dass Ideenladen überall seine Finger im Spiel hat. Viele Menschen fragen deshalb: „Was ist denn bei euch los? Warum findet man Ideenladen plötzlich überall?“.

Sebastian, was antwortest du diesen Menschen?

Das scheint vielleicht so, aber tatsächlich waren wir auch vorher schon sehr umtriebig. Der Unterschied ist, dass wir jetzt in der Region fokussierter auftreten. Wir haben Anfang 2018 begonnen am regionalen Markt aktiver zu werden und das trägt nun Früchte.

Wie kam es zu dieser Neuausrichtung?

Wer sich umschaut, sieht die große Dichte an spannenden Projekten in unserer Region: die Landesgalerie Niederösterreich oder Kaffa & Kommii sind zwei gute Beispiele ... Und deshalb haben wir gezielt unseren regionalen Vertrieb gestärkt. Außerdem möchten wir auch die Kremser Innenstadt mehr beleben und Kunden sowie Partner stärker miteinander vernetzen.

Wie kann ich mir das vorstellen?

Nehmen wir die Neupositionierung des Einkaufszentrums „Kaffa & Kommii“ – hier laufen viele Stränge zusammen: In der Garage befindet sich ein Standort von Buddy Carsharing und im Mai wird quasi vor der Tür der Kremser Musikfrühling für Stimmung sorgen – alles Projekte, die unser Ideenladen-Team in unterschiedlichster Weise betreut.

 

Stichwort Team: Das ist ja auch ganz schön gewachsen ...

Das kann man wohl sagen! Wir haben im letzten Jahr unsere Mitarbeiterzahl verdoppelt und sind heute elf Experten in den unterschiedlichsten Bereichen. Das Schöne ist, dass wir damit Inhouse sehr viel abdecken können: Kreation, Produktion, technische Umsetzung und Public Relations ... Das macht Ideenladen zum größten Anbieter in der Region, was uns bei spannenden Projekten wiederum einen Vorteil bringt.

Gibt es noch andere Vorteile?

Ein Pluspunkt ist, dass ein Großteil tatsächlich bei uns im Studio passiert: Hier wird die Idee geboren und danach realisiert. Natürlich produzieren wir auch den Content von Grafik über Foto bis Text selbst. Für den Kunden heißt das: Er hat einen Ansprechpartner für alle Disziplinen und muss nicht mehrere verschiedene Dienstleister unter einen Hut bringen.

 

Aber es gibt doch bestimmt auch eine Kehrseite der Medaille ...

Ja, tatsächlich stoßen wir platzmäßig an unsere Grenzen. Wir werden wohl bald unser Büro ausbauen ... Auch die Suche nach neuen Mitarbeitern ist im Wachstum nicht so einfach, denn für viele ist das Pendeln nach Krems ein Hindernis. Aber das sind quasi Luxusprobleme – unterm Strich geht es uns gut :-)

Die Kundenliste ist ja auch deutlich gewachsen – ganz ehrlich: War das strategisches Kalkül oder glücklicher Zufall?

Es gibt nicht nur reine Zufälle, es steckt immer auch Strategie dahinter. Unser Ziel ist es, die Branchenführer der Region als Kunden zu gewinnen – und das ist uns zum Beispiel mit Harry’s Gastrotainment (neues Restaurant in der Landesgalerie) oder Autohaus Birngruber schon sehr gut gelungen.

Durch unsere Größe sind die Unternehmen auf uns aufmerksam geworden, zusätzlich haben wir die Vernetzung mit den Wirtschaftstreibenden selbst forciert. Ein wichtiger Schritt dabei waren sicher die Mitgliedschaft im Kremser Wirtschaftsbeirat und auch Eigenprojekte wie der Kremser Stadtplan. Für unser Networking hat die Größe auch Vorteile: Ich kann mich jetzt wieder mehr um das Ideenladen-Netzwerk kümmern und neue Mitarbeiter bringen auch immer neue Kontakte, neue Impulse und neue Branchenerfahrungen ...

 

Hast du eine Devise oder ein persönliches Motto?

Ganz klar: Lieber taktlos als unmusikalisch (lacht). Ideenladen ist eben kein klassischer Dienstleister. Wir bieten Raum, um neue Ideen zu entwickeln. Dabei beraten wir unsere Kunden auf einer großen Bandbreite an Kompetenzen.

 

Was war eigentlich dein persönliches Highlight im Jahr 2018?

Das vergangene Jahr war – im positivem Sinne – sehr turbulent, da kann ich mich fast nicht entscheiden ... Unser 8-Jahres-Fest und die vier Nominierungen beim Goldenen Werbehahn waren definitiv zwei Highlights.

Und hat Ideenladen vielleicht auch irgendwo Neuland betreten?

Dazu fällt mir die Außenfassade des Café Berger in der Kremser Innenstadt ein, die wir neu gestaltet haben. Dazu muss man sagen, dass das Kaffeehaus eine echte Institution ist und sich eigentlich nie verändert hat. So gesehen war das Umstyling ein Wagnis, das sich aber gelohnt hat: Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Dieses Projekt zeigt, dass es oft die kleinen Dinge sind, die Freude bringen. Mit viel Budget ist es relativ einfach auch viel zu erreichen. Die Kunst liegt darin, mit einem kleinen Budget etwas zu bewegen. Wenn mir das gelingt, dann hab ich es geschafft!

Was erwartest du dir von 2019?

Im Prinzip wünsche ich mir, dass es so gut weitergeht wie im vergangenen Jahr: Dass unsere Projekte weiterhin so gut ankommen und positive Wellen schlagen. Schön wäre auch, wenn wir noch mehr regionale Kunden aus allen Branchen gewinnen, damit wir sie miteinander vernetzen können. Natürlich wird auch das Wachstum weiter ein Thema sei: Wir planen die Erweiterung unseres Büros und werden uns personell im Bereich Bewegtbild sowie Webentwicklung weiter verstärken. Bei alledem ist mir jedoch wichtig, dass der Ideenladen-Spirit erhalten bleibt, den jeder in der Zusammenarbeit mit uns spürt. Das macht uns schließlich so einzigartig: Der Spaß muss immer Teil der Arbeit sein – sonst hätten wir einiges falsch gemacht.

Danke für den Einblick hinter die Kulissen von Ideenladen.

Über den Beitrag
Kategorie
Studio-Geschichten
Datum
08. 02. 2019
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